THEY CALL ME JECKISCH

Ein dokumentarisches Theaterprojekt

von Nina Gühlstorff & Nina Steinhilber


Uraufführung


Regie: Nina Gühlstorff

Raum & Kostüme: Noa Tsaushu & Asaf Koriat

Dramaturgie: Nina Steinhilber


Mit Ute Baggeröhr, Michael Hanegbi, Hadas Kalderon, Frank Wiegard


Premiere Heidelberg: 21.01.10 im ZWINGER1

weitere Termine:


Premiere Tel Aviv: 03.09.10 in Tel Aviv



Sie leben in der modernen Weltstadt Tel Aviv, sind aufgewachsen mit Omas Streuselkuchen, sprechen hebräisch und wollen einen deutschen Pass. Als ihre Großeltern auf der Flucht vor den Nazis aus Deutschland nach Palästina kamen, wurden sie in der neuen Heimat spöttisch „Jeckes“ genannt, weil sie, immer noch deutsch und korrekt, selbst bei großer Hitze eine Jacke trugen. Viele „Jeckes“ der ersten Generation hatten Schwierigkeiten, sich an das Leben im Gelobten Land zu gewöhnen, einige hat die alte Heimat nie losgelassen. Ist es möglich, dorthin zurückzukehren, wo Familienangehörige vertrieben und ermordet wurden? Nachgeborene der dritten Generation zieht es heute wieder nach Deutschland, aus Neugier oder weil ausgerechnet dort ein Gefühl von Sicherheit und Freiheit lockt. Ohne die Vergangenheit zu vergessen, versuchen sie, der historischen Perspektive eine neue, eigene hinzuzufügen. Mit vier Schauspielern aus Tel Aviv und Heidelberg recherchiert das Team um Regisseurin Nina Gühlstorff in Familien deutscher Juden in Israel. Basierend auf ihren persönlichen Geschichten erzählt THEY CALL ME JECKISCH von Menschen, die seit vier Generationen zwischen zwei Welten leben.